SK Weiden 07

Ernüchterung zum Saisonauftakt

 

Am Sonntag, dem 12.10.2025, hatte der SK Weiden 07 zum Saisonauftakt in der Oberpfalzliga den ASV Burglengenfeld zu Gast. Natürlich will die Weidner nach dem Abstieg aus der Regionalliga auch in dieser Liga wieder vorne mitmischen, wohl wissend, dass die Schachspieler aus Burglengenfeld ein starker und unangenehmer Gegner sind.

Der SK Weiden begann vorsichtig. Am ersten Brett verlief die Partie zwischen Fide-Meister Mladen Dvornic und Sebastian Bösl in ruhigen Bahnen. Nachdem das Spiel verflachte endete es folgerichtig mit Remis.

Am fünften Brett geriet der SK dann ins Hintertreffen. Dr. Martin Hofmann war eigentlich gut aus der Eröffnung gekommen, so dass sein Gegner, Felix Kalley, in einem wilden Königsangriff sein Heil suchte. Dr. Hofmann fand hier nicht die richtige Verteidigung, die Türme des Gegners drangen in seine Stellung ein, vor Materialverlust stehend musste er aufgeben.

Am zweiten Brett hatte Mark Lorenz gegen Reinhard Koller eine gute Stellung mit Freibauern auf der sechsten Reihe erreicht. Der ASV-Spieler verteidigte sich aber sehr geschickt und verdiente sich das Remis.

Am sechsten Brett konnte der SK 07 dann ausgleichen. Mannschaftsführer Josef Schlaffer hatte gegen Bernhard Lex eine gute Angriffsstellung erreicht und konnte im Mittelspiel zwei Bauern gewinnen. Diesen Vorteil verwertete er sicher.

Am vierten Brett lieferten sich Christoph Sanner und Karsten Bussemer eine zähe Partie, die wenig taktische Möglichkeiten und Dynamik zuließ. Bei verschachtelter Stellung willigten die Kontrahenten schließlich in die Punkteteilung ein. Nach fünf Entscheidungen stand es damit unentschieden 2,5:2,5.

Jetzt kam aber die starke Phase des ASV. Am achten Brett hatte Alexander Nöckler für seine Dame zwei Türme seines Gegners, Sebastian Dittscheid, bekommen, die normalerweise mit der Dame gut mithalten können. Bei dieser Stellung erwies sich die Dame jedoch als überlegen. Es passte ins Bild, das der SK-Spieler, wenn auch schon in schlechter Stellung, einen Mattangriff übersah.

Die Entscheidung fiel dann am siebten Brett. Hier hatte es Florian Maier mit Carl-Philipp Karner zu tun. Nach guter Eröffnung kam der Weidner in Mittelspiel unter Druck, verlor einen Bauern und konnte die Partie schließlich nicht halten. Damit hatte der ASV 4,5 Punkte und den Auswärtssieg sicher.

Das Endergebnis von 3:5 für die Gäste resultiert aus dem Remis am vierten Brett. Rudolf Hlavac hatte gegen Joachim Kugelmann zwar kleine Vorteile, die allerdings nicht zum Gewinn ausreichten.

Nach dieser Niederlage und der Aussicht im nächsten Spiel gegen den SC Windischeschenbach auf  Stammspieler verzichten zu müssen, kann man den Saisoneinstieg der Weidner bereits jetzt schwierig bezeichnen. Ein Spitzenplatz in der Oberpfalzliga ist kein Selbstläufer.

 

Mark Lorenz gewinnt Pokalturnier

Der Schachklub Weiden 1907 e.V. spielte am Sonntag, dem 05. Oktober 2025, zum 30. Mal den Albert-Jocham-Pokal aus.
Christoph Sanner, der Vorsitzende des SK 07, konnte diesmal leider nur 13 Spieler begrüßen. Vor dem Start der ersten Runde erinnerte der 2. Vorsitzende des SK 07 kurz an den Namensgeber des Turniers, Albert Jocham, der viele Jahre die Schachabteilung des TSV-Detag Weiden geführt hatte und übergab dann an Kurt Vogel, der das Turnier - computergestützt - leitete.
Gespielt wurden sieben Runden nach Schweizer System mit je 15 Minuten Bedenkzeit. In der ersten Runde zeigten die Stammspieler der 2. Mannschaft, dass sie sich viel vorgenommen hatten. Karina Hofmann gewann gegen Christoph Sanner und Stefan Dziallas schaffte gegen Rudolf Hlavac ein Remis. In der zweiten Runde setzten sich die Favoriten durch. Karina Hofmann verlor gegen Mark Lorenz und Fide-Meister Mladen Dvornic gewann gegen Josef Schlaffer. Bereits in der dritten Runde trafen die beiden besten Spieler des Vereins, Mladen Dvornic und Mark Lorenz aufeinander. Der Fide-Meister gewann sicher, es schien so, als würde er den Pokal zum dritten Mal in Folge gewinnen, zumal er in der vierten Runde auch Winfried Gradl schlagen konnte. Mark Lorenz und Karina Hofmann blieben den Spitzenreiter aber mit Siegen in der vierten Runde gegen Grigorij Moroz und Stefan Dziallas auf den Fersen. In der fünften Runde gab es eine Überraschung. Karina Hofmann hatte mit den schwarzen Steinen Mladen Dvornic in ein schwieriges Endspiel gezwungen und konnte die Zeitnot des Fide-Meisters ausnutzen und verdient gewinnen. Mark Lorenz gewann seine Partie gegen Florian Maier ebenfalls sicher.
Damit war der Pokalkampf so spannend wie seit Jahren nicht mehr. Nach Runde 5 führte Karina Hofmann mit vier Punkten das Feld an. Ebenfalls vier Punkte hatten Mladen Dvornic und Mark Lorenz, sie hatten jedoch nach der Buchholzwertung jeweils 1,5 Punkte Rückstand. In der sechsten Runde gewannen Karina Hofmann und Mark Lorenz ihre Partien gegen Grigorij Moroz und Christoph Sanner. Mladen Dvornic hatte dagegen große Schwierigkeiten und musste Stefan Dziallas in gleichstehenden Endspiel den halben Punkt überlassen. Eine wirklich starke Leistung des Mannschaftsführers der zweiten Mannschaft. In Führung blieben Karina Hofmann und Mark Lorenz mit 5 vor Mladen Dvornic mit 4,5 Punkten. Die siebte und letzte Runde musste entscheiden. Karina Hofmann hatte mit Winfried Gradl den schwersten Gegner und musste im Endspiel die Segel streichen. Mark Lorenz konnte Stefan Dziallas bezwingen und hatte damit den Turniersieg sicher. FM Mladen Dvornic ließ im letzten Spiel nichts mehr anbrennen. Er gewann gegen Rudolf Hlavac sicher und zog damit noch an Karina Hofmann vorbei.

Nach sieben Runden ergab sich folgender Endstand:
1. Mark Lorenz 6,0 Punkte
2. FM Mladen Dvornic 5,5 Punkte
3. Karina Hofmann 5,0 Punkte
4. Winfried Gradl 4,5 Punkte
5. Christoph Sanner 4,0 Punkte (Buchholzwertung 24,0)
6. Josef Schlaffer 4,0 Punkte (Buchholzwertung 20,0)
7. Stefan Dziallas 3,5 Punkte (Buchholzwertung 29,0)
8. Grigorij Moroz 3,5 Punkte (Buchholzwertung 28,5)
9. Florian Maier 3,5 Punkte (Buchholzwertung 25,5)
vor den weiteren Spielern des Vereins.

Der Verein bedankte er sich anschließend beim Turnierleiter mit einem kleinen Präsent. Allen Spielern sprach die Turnierleitung für den fairen und spannenden Turnierverlauf Dank und Anerkennung aus. Anschließend erhielt Mark Lorenz den Albert-Jocham-Pokal 2025. Die übrigen Teilnehmer bekamen Sachpreise. Mit einem gemeinsamen Mittagessen im Schützenhaus endete die gelungene Veranstaltung.

 

SK Weiden verabschiedet sich aus der Regionalliga

 

Am Sonntag, dem 06.04.2025, fand das letzte Saisonspiel in der Regionalliga Nord-Ost in Weiden statt. Der SK 07 hatte die SGem Fürth zu Gast. Für beide Mannschaften ging es um nichts mehr, der SK 07 stand als Absteiger fest und die Fürther hatten einen gesicherten Platz im Mittelfeld. Trotzdem wollte sich der SK 07 anständig aus der Liga verabschieden.

Der Wettkampf begann für den SK 07 nicht gut. Am achten Brett kam Florian Maier gegen Philipp Levitskii schon in der Eröffnung in Entwicklungsrückstand. Bei Rochaden nach verschiedenen Seiten erwiesen sich Linienöffnungen vor der Königsstellung des Weidners als fatal. Levitskii konnte mit seinen Schwerfiguren die Königsstellung des Weidners angreifen und beendete die Partie mit einem Turmopfer und folgendem Matt.

Für den Ausgleich sorgte Karina Hofmann am siebten Brett. Mit einer schönen und weit berechneten Abwicklung gewann sie zwei Figuren für einen Turm. Den folgenden Königsangriff mit zwei Springern und Turm gegen den feindlichen König führte sie sehenswert. Als das Matt nur noch durch sinnlose Turmopfer wenige Züge hinausgezögert werden konnte, gab Norbert Strobel auf.

Am Brett vier gelang Dr. Martin Hofmann sogar die Führung für die Heimmannschaft. Sein Turm war schon bald in die siebte Reihe seines Gegners, Benno Funk, eingedrungen und hatte dort den schwarzfeldrigen Läufer geschlagen, als der Fürther mit dem König den Turm abholen wollte, opferte sich dieser auf f 7 mit Schach und zerstörte die schwarze Stellung. Den folgenden Mattangriff spielte Dr. Hofmann konsequent und fehlerfrei.

Aber die SGem Fürth schlug zurück. Am dritten Brett verlor Rudolf Hlavac gegen Narek Gewondow im Turmendspiel zwei Bauern und musste aufgeben.

Als am ersten Brett Alexander Nöckler und Maximilian Bildt ihre gleiche Stellung remis gaben und auch Raimund Kampe gegen Karl Wittmann aufgrund ungleichfarbiger Läufer keine Gewinnchance mehr hatte stand das Spiel nach sechs Partien unentschieden 3:3.

Jetzt zeigte die SGem Fürth aber, warum sie in der Abschlusstabelle den dritten Platz belegen sollten.

Am zweiten Brett wurde der König von Christoph Sanner nach Linienöffnung von Niko Rosenboom in die Brettmitte getrieben und fiel dort der feindlichen Übermacht zum Opfer.

Auch Grigorij Moroz am fünften Brett hatte im Endspiel gegen Wolfgang Heimrath keine Chance. Der Fürther konnte am Königsflügel einen Freibauern bilden, den er vom Läufer und König unterstützt zur Umwandlung führte. Der SK-Spieler gab auf.

Damit setzten sich die Gäste aus Fürth verdient mit 3:5 durch.

Der SK 07 hinterließ bei seinem Abschiedsspiel aus der Regionalliga - nicht zuletzt durch die beiden Siege von Karina und Martin Hofmann - einen starken Eindruck.

Unser Mitglied
 
Andreas Binder
 
ist am 05. April 2025 verstorben.
 
Andreas war dem Schachspiel ein Leben lang verbunden. Viele Jahre war er Mitglied des ESV Gera und hat dort auch den Förderverein Schach in Thüringen mit initiiert. Er besaß die Trainerlizenz C des Deutschen Schachbundes. Gerne spielte er auch die Deutschen Polizeimeisterschaften mit. Bei der Meisterschaft in Kamp Lintfort vom 28.10. bis 04.11.2023 erreichte er Platz 31. Auch in anderen Turnieren war er immer wieder vertreten, zuletzt so belegte er beim Albrecht-Beer-Turnier in Gera vom 30.09. bis 03.10.2023 den 90. Platz. Nach Eintritt in den Ruhestand zog er zu einer Familie nach Etzenricht und trat 2023 dem SK Weiden 07 bei. Er spielte erfolgreich in der 2. Mannschaft in der Kreisliga 1 Nord und war auch bereit in der 1. Mannschaft einzuspringen.
 
Erst im Frühjahr 2025 erfuhr er von seiner schweren Erkrankung.  Das Bild zeigt ihn beim Sommerfest am 18.07.2024. 
 
Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
 

SK Weiden nach knapper Niederlage bei Tabellenführer

ist der Abstieg wohl nicht mehr zu vermeiden

 

Am Sonntag, dem 23.03.2025, reiste der SK Weiden 07 zum Schachklub Kelheim. Die Kelheimer spielten noch um die Meisterschaft in der Regionalliga Nord-Ost mit, während ein Sieg für die Weidner wohl die letzte Chance auf  Klassenerhalt gewesen wäre.

Der SK Weiden begann vorsichtig. Am fünften Brett einigten sich Dr. Martin Hofmann und Helmut Kreuzer bei gleicher Stellung auf ein Remis.

Am dritten Brett hatte es Christoph Sanner mit dem ehemaligen Oberpfalzmeister Stephan Gießmann zu tun. Es war eine spannende Partie mit Rochaden auf verschiedene Seiten. Der Kelheimer kam jedoch früher zum Angriff und entschied die Partie mit einer verborgenen Springergabel, die ihm eine Mehrfigur einbrachte.

Am vierten Brett spielte Rudolf Hlavac gegen Bernhard Schmid sehr sicher. Nach Generalabtausch erreichte er ein verdientes Remis, die Heimmannschaft blieb aber vorne.

Am sechsten Brett konnte der SK Kelheim seinen Vorsprung dann sogar ausbauen. Mannschaftsführer Josef Schlaffer kam nach einen Bauernraub in Schwierigkeiten und drohte eine Figur zu verlieren. Um weiterspielen zu können opferte er seine Dame für zwei gegnerische Figuren. Die Dame seines Gegners erwies sich aber als stärker nach weiteren Materialverlusten musste der Weidner die Segel streichen.

Nach der fünften Partie stand der Sieg der Kelheimer bereits fest. Am achten Brett verlor nämlich Florian Maier gegen Heinrich Maurer.  Nach einem unmotivierten Bauernzug von Maier gewann der Kelheimer durch ein Springerscheinopfer einen wichtigen Mittelbauern. Maier versuchte noch über ein Läuferopfer Angriff auf den gegnerischen König zu erhalten, Maurer wehrte sich aber geschickt und machte mit Damentausch alles klar.

Am ersten Brett spielte Fide-Meister Mladen Dvornic gegen Constantin Blodig eine starke Partie. Er kam zum Königsangriff und setzte nach Turmopfer mit der Dame Matt.

Am siebten Brett spielte Raimund Kampe eine sichere Partie gegen Max Fuhrmann und erreichte gegen den starken Gegner ein gerechtes Remis.

Am zweiten Brett lief die letzte Partie von Mark Lorenz gegen Maximilian Eibl. Lorenz hatte starken Angriff auf die Königsstellung seines Gegners, der sich aber noch knapp verteidigen konnte. Die Entscheidung fiel dann überraschend am anderen Flügel. Lorenz hatte einen Bauern bis auf die zweite Reihe vorgetrieben und konnte den blockierenden Turm mit einen Doppelangriff seines Läufers ausschalten, worauf der Kelheimer aufgab.

Damit ging die Partie gegen den Tabellenführer nur knapp mit 3,5 : 4,5 verloren.

Der Abstieg des SK Weiden 07 in die Oberpfalzliga ist damit aber so gut wie sicher.